Finanzierungswege zur Digitalisierung

für die ambulante Pflege und beruflich Beratende

Hinweis: Im Jahr 2021 wird dieser Bereich um Informationen für die (teil-)stationäre Pflege erweitert.

Der Weg der Digitalisierung

 

Gemäß der aktuellen Gesetzgebung haben ambulante Einrichtungen die Möglichkeit unterschiedliche Finanzierungswege zu bestreiten. In den folgenden Grafiken können Sie sehen, welche Optionen Ihnen hier zur Verfügung stehen.

Wenn Sie sich auf mit Ihrem Unternehmen auf den Weg der Digitalisierung begeben, nehmen Sie sich die Zeit folgende Punkte zu bedenken:

Ideen & Erfolgschancen

Gibt es gesetzliche Vorgaben und Fristen?

Bestandsaufnahme

Wo stehen wir?

Veränderungsbedarf & Aufgaben

Was brauchen wir und was müssen wir dafür tun?

Professioneller & technischer Bedarf

Wen und was brauchen wir?

Kosten, Recht und Finanzierung

LET's GO !!!

Handlungsleitfäden Digitalisierung

 

Bei der Digitalisierung des eigenen ambulanten Pflegedienstes muss vieles beachtet werden. Nicht nur auf die Refinanzierungsmöglichkeiten und gesetzliche Vorschriften kommt es an. Gerade die „weichen“ Faktoren, wie die Befähigung und enge Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Themen wie Datenschutz und Sicherheit spielen eine entscheidende Rolle für Gelingen oder Scheitern von Digitalisierungsprojekten.

Im Rahmen des Verbundprojekts „KoLeGe“ wurde am Institut für Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen äußerst hilfreiches und umfangreiches Infomaterial erarbeitet, das ganz konkret auf viele Fragen eine Antwort gibt und hilft, an alles Wichtige zu denken. Diese Informationen stehen als Handlungsleitfäden zum Download bereit. Hier finden Sie viel Nützliches zu den Themen:

  • Grundlagen
  • Datenschutz und Sicherheit
  • Kommunikation, Nutzerfreundlichkeit
  • Kompetenzen und Lernmanagement
  • Bewertung von Softwarelösungen
  • Vorträge

Zu den Handlungsleitfäden gelangen Sie hier:

Link zu Handlungsleitfäden

Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes nach § 8 Absatz 8 SGB XI zur Förderung der Digitalisierung in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen

 

Welche Optionen haben Sie und Ihr Unternehmen, um die rechtlichen und finanziellen Herausforderungen der Digitalisierung zu leisten?

Es gibt zwei Optionen zur Antragstellung

Pfeil nach unten

Prospektiv

Der Antrag wird auf Basis eines Kostenvoranschlages eingereicht. Der Antragsteller verpflichtet sich, die Umsetzung zeitnah durchzuführen.

Retrospektiv

Die Maßnahmen werden auf Basis von Rechnungen beglichen.

Pfeil nach unten

Der Antrag wird an die Pflegekasse, deren Landes oder Verband der Ersatzkassen e.V. eingereicht.

Der Antrag muss schriftlich erfolgen und folgendes beinhalten:

  • Name, Sitz und Institutionskennzeichen (IK) der Pflegeeinrichtung
  • Name, Anschrift des Trägers der Einrichtung
  • Maßnahmenbeschreibung: Zweckmäßigkeit und Umfang
  • Angaben zu Herstellern
  • Gesamtkosten / laufende Kosten (z.B. Wartung etc.)
  • Rechnungsbelege

Hinweis: Bei Leasing-Verträgen dürfen nur die Kosten, die bis 31.12.2020 anfallen, angegeben werden.

Die Informationen wurden über die Quelle: GKV Spitzenverband 08 / 2020 zusammengestellt.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen

  • Die Auszahlung erfolgt erst nach Vorlage der Rechnungsnachweise
  • Abweichungen über verausgabte Mittel bedürfen einer erneuten Bescheidung
  • Die Kosten werden an das ausgeschriebene Konto der Einrichtung überwiesen
  • Die zuständige Pflegekasse informiert die Landesverbände der Pflegekassen und der Privaten Krankenversicherung e.V. über die Bescheidung und Höhe der Fördermittel

Finanzierung der digitalen Transformation in der Pflege

Es gibt verschiedene Wege, die digitale Transformation im Gesundheitswesen zu finanzieren:

  • Förderung mit einmalig 12.000 € pro Einrichtung (maximal jedoch bis zu 40%  im Rahmen einer Kofinanzierung: Antrag und Finanzierung wird durch die Pflegekasse, deren Landesverband oder den Verband der Ersatzkassen e.V. geleistet. Mehr Informationen zu diesem Thema finden sie hier (PpSG).
  • Kredite für Unternehmen gibt es u.a. folgende:

KfW – Unternehmenskredit

  • Für Unternehmen die mind. 5 Jahre an Markt sind
  • Für Anschaffungen und laufende Kosten

Mehr Informationen finden Sie HIER.

ERP – Digitalisierungs- und Innovationskredit

  • Kreditvolumen zwischen 25.000 und 25 Millionen Euro
  • Für Investitionen und Betriebsmitteln in den Bereichen Innovation und Digitalisierung

Mehr Informationen finden Sie HIER.

ERP – Gründerkredit – Universell

  • Für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • Für Anschaffungen und laufenden Kosten

Mehr Informationen finden Sie HIER.

ERP – Gründergeld – StartGeld

  • Bis zu 125.000 Euro für Gründervorhaben
  • Finanzierung von Investitionen und laufenden Kosten
  • Kein Eigenkapital erforderlich

Mehr Informationen finden Sie HIER.